Genetische Vielfalt im Akita

Der Japan Akita e.V. ist der erste Zuchtverein (im VDH) für Akita, der die genetische Vielfalt, wie nachstehend beschrieben, fördert und somit einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Rasse leistet.

Hierfür haben wir uns seit September 2020 dem weltweit angesehenen Universitätslabor für Genetik der Veterinärmedizin (VGL) der Universität von Kalifornien in Davis, USA angeschlossen und arbeiten seitdem eng zusammen.

 

Warum machen wir das?

Es ist erwiesen, dass unsere Rassehunde nur über einen eingeschränkten Genpool verfügen, und dadurch immer mehr seltene Gene in diesen Hunden verschwinden. So geschieht dies auch laufend in unserer Rasse, dem Japanischen Akita.

Durch jahrzehntelange Engpässe in der Zucht, wie

  • dem Zweiten Weltkrieg
  • den Verpaarungen mit immer demselben bzw. berühmten Deckrüden und
  • der Rassentrennung (zwischen Japanischem und Amerikanischem Akita)

wurde der Genpool in unserer Rasse massiv reduziert. Mit den Auswirkungen dieser Engpässe und Problemen haben wir alle heute zu kämpfen: Autoimmunerkrankungen sind auf die verminderte genetische Vielfalt zurückzuführen (Quelle: Dr. Niels Pedersen, VGL UC Davis 2015).

 

Was haben wir geschafft?

Die Wissenschaft ermöglicht uns heute, in unsere Hunde hineinzublicken um zu erkennen, was tatsächlich von Vater und Mutter vererbt wurde. Und welche Hunde gut oder weniger gut zueinander passen. Das Ziel des Japan Akita e.V. ist es, die künftigen Zuchtpartner zu finden, die größtmöglich genetisch unterschiedlich sind, damit den Welpen die größtmögliche Vielfalt mitgegeben werden kann. Der Test dient ebenso dazu, den passenden Welpen für die Weiterzucht zu finden.

Der Blick auf die Ahnentafel hingegen sagt uns zu alldem vorgenannten nichts.

Die bloße Kalkulation basierend auf Generationen in der Ahnentafel zeigt nur die theoretische Verwandtschaft und sagt nichts über das Innere unserer Hunde aus. Die Ahnentafel liefert uns keine Informationen über die Gene, die weitervererbt wurden. Denn es ist nicht so, dass jeder Elternteil dieselben Genausprägungen (Allele) an seine Welpen weitergibt. Sondern jeder Welpe ist rein genetisch gesehen einmalig/ unterschiedlich und kann wiederum seinen Nachkommen unterschiedliche Genausprägungen (Allele) weitergeben. 

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Wir sagen es nicht nur – wir tun es auch.

Wir züchten im Sinne und zum Wohle unserer Rasse Akita!

Durch den Anschluss an die internationale und weltgrößte Datenbank für Akitas bei VGL UC Davis haben wir Zugriff auf über sehr viele Zuchthunde aus dem In- und Ausland. Mit wissenschaftlichen Auswertungsergebnissen unterstützen wir unsere Züchter und Deckrüdenbesitzer, um die passenden Zuchtpartner zu finden, die genetisch zu einander passen und gleichzeitig auch die genetische Vielfalt in unserer Rasse stärken. Dadurch leistet der Japan Akita e.V. einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt der Rasse Akita und zur Verbesserung ihrer Gesundheit und ihres Immunsystems.

 

Wie kann ich selbst dazu beitragen?

Jeder, der Interesse hat, kann uns kontaktieren, um mehr Infos darüber zu erhalten.

hzw@japan-akita.de